Was ist dir heilig?

Zweites Gebetstreffen am Sonntag, dem 7. Juli 2019

Fast in jeder Ecke des Münsterlandes kann der Tourist Marienbilder entdecken, manchmal im dunklen Giebel eines Bauernhauses, manchmal verwittert und verwaschen in einer vernachlässigten Kapelle. Im Jahr 2002 ist die Marienstatue der Warendorfer Hauptkirche St. Laurentius durch ein Versehen fast verbrannt worden. Inzwischen ist eine täuschend echte Kopie zum Mittelpunkt der alljährlich stattfindenden Wallfahrt geworden. Tausende Touristen besuchen die Stadt, wenn die Statue der Gottesmutter von farbig gekleideten Hellebardieren durch die Straßen der Stadt getragen wird. Die Warendorfer sind offenbar stolz darauf, die Gottesmutter als Symbol zu verehren. Kann aufgrund dessen behauptet werden, dass die Heilige den Münsterländern, und den Warendorfern besonders, „heilig“ ist? Es gibt sicherlich keinen Menschen, der sich nicht ausgiebig vorgestellt hätte, was ihm „heilig“ ist. Doch sind es anstelle der Heiligen nicht eher die eigenen Ziele im Leben, die Familie und der Beruf — oder wird sogar im Zeichen aktueller politischer Protestmärsche die Schöpfung selbst „heilig“?

Das zweite Gebetstreffen einer neuen Taizé-Gruppe in Warendorf soll helfen, diese Thematik zu vertiefen. Die am Sonntag, dem 7. Juli 2019, in der Christuskirche stattfindende Veranstaltung steht unter der Frage „Was ist dir heilig?“. Der Veranstaltung geht ein Einstimmen in die Gesänge von Taizé als zusätzliches Angebot voraus. Die Gebete selbst beginnen um 20.30 Uhr. Die Gruppe lädt alle Interessierten herzlich ein.